Warum befassen wir uns mit diesem Thema?

Bei Devcity arbeiten wir seit Langem im hybriden Modell. Wir verfügen über eigene Büros, die jederzeit genutzt werden können. Gleichzeitig haben wir Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland, aus verschiedenen Regionen sowie Mitarbeitende mit Familien, die überwiegend von zu Hause aus arbeiten, weil es besser zu ihrer Situation passt. Durch diese Kombination haben wir ein gutes Verständnis dafür, wie unterschiedlich sich Remote-Arbeit auf das psychische Wohlbefinden auswirken kann. Gleichzeitig ermöglicht sie uns die Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Fachkräften, die auch im Ausland leben.

Wer von zu Hause arbeitet, hat nicht den natürlichen Ortswechsel, der im Büro automatisch Arbeits- und Privatzeit voneinander trennt. Zu Hause müssen diese Grenzen bewusst geschaffen und teilweise aktiver geschützt werden. Remote-Arbeit wirkt jedoch nicht auf alle gleich. Manche schätzen die größere Autonomie und die ruhigere Umgebung, andere benötigen eine klarere Struktur und regelmäßigen Kontakt mit dem Team.

Arbeiten im Remote-Modell

In den Teams beobachten wir häufig, dass Personen, die überwiegend von zu Hause arbeiten, zwei Hauptbereiche bewältigen müssen. Der erste betrifft die Tagesstruktur. Wenn typische Bürosignale wie Pausen oder der Wechsel zwischen Meetings wegfallen, fließt Arbeit leichter in die Freizeit über – oder es fällt schwerer, den Arbeitstag zu beginnen. Viel stärker hängt es von persönlichen Routinen und der Organisation des Arbeitsumfelds ab.

Der zweite Bereich ist der soziale Kontakt. Im Büro entsteht er spontan, im Remote-Umfeld erfordert er Planung. Wir sehen, dass selbst kurze, regelmäßige Interaktionen einen deutlichen Einfluss auf Motivation und Zugehörigkeitsgefühl zum Team haben. Deshalb schaffen wir Gelegenheiten für Begegnungen auch außerhalb formaler Kontexte. Wenn möglich, nutzen wir unsere Büros für gemeinsame Treffen, und im Remote-Setting ersetzen wir alltägliche Mikro-Interaktionen durch kurze Online-Meetings.

Praktische Gewohnheiten für ein gesünderes Remote-Arbeiten

Unsere Erfahrung zeigt, dass das psychische Wohlbefinden im Remote-Umfeld vor allem von einfachen und langfristig nachhaltigen Gewohnheiten beeinflusst wird. Ein klar definierter Beginn und Abschluss des Arbeitstags hilft, Arbeit und Privatleben voneinander zu trennen. Ebenso wichtig ist ein fester Arbeitsplatz zu Hause – auch wenn es nur eine kleine Ecke im Raum ist – sowie ein strukturierter Tagesablauf mit bewussten Pausen. In den Teams legen wir zudem Wert auf offene Kommunikation über Verfügbarkeit und Erwartungen, da dies Spannungen reduziert und Situationen vermeidet, in denen jemand das Gefühl hat, ständig online sein zu müssen.

Bei Kolleginnen und Kollegen, die diese Gewohnheiten aufrechterhalten, beobachten wir stabilere Leistungen, ein ruhigeres Arbeitstempo und eine höhere allgemeine Zufriedenheit.

Unser Ansatz zum Thema

Im Remote-Umfeld sind bestimmte Belastungen nicht auf den ersten Blick sichtbar. Deshalb ist es uns wichtig, dass jeder offen über seine Bedürfnisse sprechen kann und frühzeitig Zugang zu Unterstützung erhält, bevor sich eine Situation zu einem langfristigen Problem entwickelt. Psychologische Unterstützung ist für uns ein selbstverständlicher Bestandteil der Mitarbeiterfürsorge.

Offene Kommunikation über mentale Gesundheit wirkt sich direkt darauf aus, wie sich Menschen im Unternehmen fühlen, wie sie arbeiten und wie sie ihr Team wahrnehmen. Remote-Arbeit bringt Flexibilität und Effizienz, aber auch spezifische Anforderungen, die nicht immer sichtbar sind. Deshalb sind klare Prozesse und zugängliche Ressourcen im Unternehmen entscheidend, um Probleme frühzeitig zu erkennen.